Delegation aus Burundi bei Oberbürgermeister Dr. Rapp

16.09.2014

Im Ravensburger Rathaus gibt es bald Kaffee aus Burundi zu trinken. Mit dazu beitragen soll eine Partnerschaft, die Bauern und die Wirtschaft in dem ostafrikanischen Land stärken.

Am Montag, den 15.09.2014  kamen dazu zwei Vertreter aus Burundi ins Rathaus und haben vom Projekt mit „Dritte-Welt-Partner“ (DWP) in Ravensburg berichtet und ihren hochwertigen Kaffee vorgestellt. Während der fairen Woche von Montag bis 28. September sind Augustin Manirakiza, der Marketingmanger des Burundi-Kaffees, und Ernest Ndumuraro, Leiter eines Kaffee-Kollektivs, auf Reise durch Baden-Württemberg, um Werbung für ihren Kaffee zu machen. In der ganzen Stadt soll es vermehrt Kaffee aus dem ostafrikanischen Land zu kaufen geben – neben dem Weltladen auch in anderen Geschäften und in der Gastronomie.

Der Staat Burundi pflegt eine Länderpartnerschaft mit Baden-Württemberg. Der Handel und Absatz von fair gehandeltem burundischem Kaffee soll mit dieser Partnerschaft gestärkt werden. Außerdem möchte Ravensburg als Fairtrade-Stadt einen weiteren Schritt gehen und die fairen Produkte im gesellschaftlichen Leben der Stadt besser verankern. Ravensburg und Stuttgart sind die ersten beiden Städte im Land, in denen es den Burundi-Kaffee auch mit einem eigenen Logo geben wird. Die Idee dazu entstand nach einer Delegationsreise mit Peter Friedrich (SPD), Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten, wie Thomas Hoyer von DWP berichtet.

„Der fair gehandelte Kaffee ist eine Chance für die Bauern, weil sie einen Mindestpreis bezahlt bekommen. Sie sind nicht von den Weltmarktpreisen, die an der Börse entschieden werden, abhängig“, sagt Ernest Ndumuraro. Zurzeit ist der erste Container mit dem fairen Kaffee auf einem Schiff unterwegs nach Hamburg. Anfang November soll er dann in Ravensburg sein.

Burundi ist eines der ärmsten Länder Welt. Dort gibt es rund 600 000 Kaffeebauern, von denen die meisten Kleinbauern mit einem halben Hektar Land sind. Eine Hälfte nutzen die Bauern für den Kaffee-Anbau, die andere Hälfte zur Selbstversorgung. Der Burundi-Kaffee von DWP ist der erste fair gehandelte Kaffee des Landes überhaupt. „Wir haben mittlerweile auch ein Pilotprojekt gestartet, mit dem es den ersten fairen und biologischen Kaffee aus Burundi geben soll“, berichtet Ernest Ndumuraro-

Bericht der Schwäbischen Zeitung, Ausgabe Ravensburg vom 16.09.2014

 

Sie stehen hinter dem Projekt fairer Burundi-Kaffee für Ravensburg: Sophie Bader, Augustin Manirakiza, Oberbürgermeister Daniel Rapp, Ernest Ndumuraro, Helfried Wollensak und Thomas Hoyerzoom
Das Rathaus zeigt "Flagge": Werbung für den Burundi-Kaffee- -Ravensburg ist mit dabeizoom
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