Beeindruckender Auftritt der Akbay-Theatergruppe in der Zehntscheuer

08.04.2014

Am Montag 7. April hat in der Zehntscheuer, nach einigen Jahren Pause, die Akbay-Theatergruppe von Preda/Philippinen wieder in Ravensburg gastiert.

 
 
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Nach der Begrüßung durch Thomas Hoyer - Geschäftsführer der dwp eG Fairhandelsgenossenschaft – in der er kurz die jahrzehntelange Zusammenarbeit der Ravensburger Fairhandelsgenossenschaft und PREDA vorstellte, übernahm der Leiter der philippinischen PREDA-Stifung, Father Shay Cullen, das Mikrofon.

Die PREDA-Stiftung ist weltweit für den Einsatz für Kinderrechte bekannt. Die zahlreichen Erfolge im jahrzehntelangen Kampf gegen Kinderprostitution und andere Menschenrechtsverletzungen, die PREDA internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung verschaffen, basieren auf einem umfassenden Gesamtkonzept, mit dem der Leiter Shay Cullen und sein Team die Ursachen dieser Missstände bekämpfen.

Für PREDA ist die weit verbreitete Armut der philippinischen Bevölkerung die Hauptursache für die sexuelle Ausbeutung von Kindern. Der Kinderhandel ist perfekt organisiert und nutzt die Armut und die oftmals ausweglos erscheinende Lage der Kleinbauern schamlos aus.

Der Faire Handel mit Mangos bietet in dieser Situation einen erfolgreichen Ausweg. Mit den kontinuierlichen Mehrpreiszahlungen für Mangofrüchte  – unter anderem durch die dwp eG Fairhandelsgenossenschaft als wichtigster Partner von Preda - können bereits 300 Kleinbauernfamilien einen gesicherten Lebensunterhalt auf der Hauptinsel Luzon erwirtschaften. Dies schafft die Voraussetzung für ein behütetes und sicheres Zuhause für die Kinder. Mit dem Erlös eines großen Mangobaumes können z.B. die kompletten Schulkosten für zwei Kinder für ein Jahr gedeckt werden.
Shay Cullen berichtete über seinen langjährigen Einsatz für missbrauchte und in Gefängnisse eingesperrte Straßenkinder und unterstrich dies mit eindringlichen Bildern. Er zeigte unter anderem auch Fotos von den Zerstörungen durch den Taifun Haiyan im November. PREDA selbst war nicht betroffen, hatte aber sofort mit Hilfe von Spendengeldern, die unter anderem von der dwp eG Fairhandelsgenossenschaft gesammelt wurden, Hilfslieferungen in die betroffenen Regionen geschickt.

Nach seiner Einführung begrüßte Pater Shay Cullen die jungen SchauspielerInnen der „AKBAY“-Theatergruppe der PREDA-Stifung - alle entweder in der Obhut des PREDA-Kinderheimes oder bei PREDA als SozialarbeiterInnen tätig.
Das Musical-Drama „Once we had a dream“, das in den letzten Jahren regelmäßig auf Deutschland-Tour ging, behandelt Themen wie Umweltzerstörung, Armut, Kindesmissbrauch und Sextourismus.
Aufgeführt wurde es von acht philippinischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die das Leben vieler Kinder in ihrem Heimatland darstellten. Das Musical-Drama schildert einerseits die dunklen Seiten eines wunderbaren Urlaubslandes, wie die Zerstörung der Natur durch Bergbaukonzerne und die sexuelle Ausbeutung vernachlässigter Kinder. Andererseits vermittelt es die Lebensfreude und Hoffnung philippinischer Jugendlicher auf eine selbstbestimmte, menschenwürdige Zukunft.
Die DarstellerInnen der „AKBAY“-Theatergruppe“ brachten in diesem mitreißenden und bewegenden Stück Ausschnitte einer leider auf den Philippinen nicht seltenen Lebensgeschichte sehr eindrücklich auf die Bühne. Sie beeindruckten das Zehntscheuer-Publikum durch ihr intensives, emotional anrührendes Spiel.

Nach der Aufführung stellten sich die 16 bis 24 Jahre alten SchauspielerInnen einzeln kurz dem Publikum vor.
Anschließend wurde ein Fingerfoodbuffet mit fair gehandelten Mangoprodukten von PREDA angeboten. Es gab außerdem die Möglichkeit, mit den jungen SchauspielerInnen und mit Pater Shay Cullen ins Gespräch zu kommen.
Mehr Infos zu PREDA unter www.preda.org

Einige Eindrücke von der beeindruckenden Veranstaltung finden Sie in der Bildergalerie

Akbay-Theatergruppe von Preda/Philippinen wieder in Ravensburgzoom
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